Kernen i.R. (dan) Turnierreicher Jahresauftakt in Rommelshausen. Mit elf in der Spvgg-Halle ausgerichteten Turnieren starteten die „Römer“ Denksportler in das neue Jahr. Am 2. Januar fand ein Turnier der Württembergischen Amateurmeisterschaft (WAM) mit drei K.O.-WAM-Vierergruppen und zwei U12-Jugend-WAM-Gruppen statt. Am 3. und 4. Januar richtete die Schach-Bezirksjugend Stuttgart die Bezirksjugend-Einzelmeisterschaften (BJEM) der Jahrgänge U14 bis U18 und zusätzlich erstmals eine offene BJEM U25 aus. Bei drei Turnieren konnten sich die Gastgeber den Siegerpokal sichern: Der sieben Jahre junge Henri Neßler gewann seine Jugend-WAM-Gruppe mit 2:1 Punkten, Yashasri Sriram (Jahrgang U12) dominierte die offene U25-BJEM mit 5:0 Punkten, und Moritz Weiser wurde mit 4,5:1,5 Punkten stolzer und glücklicher Bezirksmeister im Jahrgang U16. Insgesamt waren die „Römer“ mit 14 aktiven Spielern und zahlreichen Helfern an allen drei Turniertagen vor Ort.
Das WAM-Turnier am 2. Januar mit 20 Teilnehmern bildete gewissermaßen den Auftakt zur BJEM. Dank vieler anpackender Hände konnten dabei schon alle Tische, Stühle und Bretter für die Großveranstaltung an den darauffolgenden Tagen aufgebaut werden. Spvgg-Abteilungsleiter Gerald Thost und Bezirksjugendleiter Dr. Konrad Müller leisteten dabei die organisatorische und operative Hauptarbeit. Acht jugendliche „Römer“ nahmen an der K.O-WAM und der U12-Jugend-WAM teil und präsentierten danach stolz ihre Partien dem Nachmittags hinzu gekommenen Jugendleiter Daniel Hoefer. Am meisten strahlte freilich Henri Neßler, der erst zum Jahreswechsel Mitglied der Schachabteilung wurde und nun gleich seinen ersten Turniersieg feiern durfte.
Am 3. und 4. Januar wurden sechs Turniere der BJEM U14 bis U18 und der offenen BJEM U25 ausgetragen. In der BJEM U14-U18 wurden an beiden Tagen je drei Partien gespielt. Die offene U25-BJEM wurde in fünf Runden ausgetragen. Alle Turniere wurden im sogenannten Bronstein-Modus gespielt, bei dem es neben einer Grundbedenkzeit für jeden Zug 30 Sekunden vorab gibt. Wenn man seinen Zug innerhalb dieser Zeitspanne ausführt, reduziert sich die Grundbedenkzeit nicht. „Wir hoffen, mit dieser Änderung des Turniermodus die Kinder zu längerem Nachdenken anzuregen, da es für sie ja keinen Unterschied mehr macht, ob sie ihren Zug sofort oder erst nach 30 Sekunden ausführen“, erläutert Konrad Müller die Idee hinter dem neuen Modus.
Die offene U25-BJEM wurde von der elfjährigen Yashasri Sriram dominiert, sie gewann alle ihre fünf Partien. Mit diesem Triumph korrigierte sie sozusagen ihr WAM-Ergebnis vom 2. Januar, bei der sie im Finale der Gruppe 1 ihrem um 400 DWZ stärkeren Gegner knapp unterlegen war. Der „Römer“ Neuzugang Simon Rindler erspielte bei seinem ersten Turnier 1,5:3,5 Punkte und belegte den 6. Platz.
An den BJEM-Turnieren U14-U18 nahmen weitere fünf „Römer“ teil. Moritz Weiser gewann nach einem stark gespielten Turnier trotz einer knappen Niederlage in der vierten Runde den Meistertitel in der U16 punktgleich vor zwei weiteren Spielern mit je 4,5:1,5 Punkten. Diese hatten die recht unsportliche Idee, ihr direktes Duell in der Schlussrunde nach nur zehn Zügen mit einem Remis zu beenden, was zu einigen Diskussionen um „fair play“ führte. In Zukunft wird in der Ausschreibung wohl die sogenannte „Sofia-Regel“ angewendet, die für ein Unentschieden eine Mindestzugzahl und das Einverständnis des Schiedsrichters vorsieht. Moritz Weiser durfte sich als lachender Dritter freuen, da er mit der besten Feinwertung ganz oben stand und sich damit auch für die Württembergische Jugend-Einzelmeisterschaft (WJEM) U16 qualifizierte. Helge Müller wurde mit 3:4 Punkten Zehnter. Im U14-Turnier ging es ebenfalls sehr eng zu. Vor der entscheidenden sechsten Runde lagen fünf Spieler mit je 3,5:1,5 Punkten an der Spitze. Benjamin Wüstenberg behielt in der Schlussrunde trotz eines frühzeitigen Figurenverlustes die Nerven, baute einen starken Angriff auf und zwang seinen Gegner zur Aufgabe. Damit sicherte er sich als Drittplatzierter das Ticket zur WJEM im Jahrgang U14. Konstantin Rutz hatte mit Abstand die niedrigste DWZ und dementsprechend einen schweren Stand. Letztlich landete er mit 1:5 Punkten auf Rang 14. Im gemeinsamen Turnier U16/U18w bekam es Leonie Thost mit starken Gegnerinnen zu tun, sie belegte mit 1:5 Punkten den dritten Platz im Jahrgang U18 weiblich. Die Turniere U18 und U14w fanden ohne „Römer“ Beteiligung statt.
Der Endstand der BJEM.
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Siegerehrung der offenen BJEM U25: links Yashasri Sriram, rechts Simon Rindler
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Gruppenfoto aller Teilnehmer der BJEM U14-U18
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Die drei „Römer“ Pokalsieger, von links nach rechts Moritz Weiser (U16), Leonie Thost (U18w), Benjamin Wüstenberg (U14)
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