Düsseldorf/Kernen i.R. (dan) Mit vier Mannschaften war der Schachverband Württemberg bei der Deutschen Vereinsmeisterschaft (DVM) des Jahrgangs U10 überdurchschnittlich stark vertreten. Die Spvgg Rommelshausen hatte sich für das Turnier als Württembergischer Meister qualifiziert (siehe Bericht vom 21.09.2024). Bei der DVM landeten sie jetzt nach wechselhaftem Spiel und manch vergebener Chance mit 5:9 Punkten auf dem 34. Platz.
Nach der Anreise am 26. Dezember und der abendlichen Teamleiterbesprechung begann das Turnier am 27. Dezember um 9:30 Uhr mit der ersten von insgesamt sieben Runden. Das Turnier wurde mit Vierermannschaften im Schweizer System gespielt. Die Bedenkzeit betrug jeweils 55 Minuten plus fünf Sekunden Zeitgutschrift je Zug. Die Spvgg-Denksportler bekamen es gleich mit dem nominell deutlich stärkeren SK Münster 32 zu tun und verloren trotz starker Gegenwehr letztlich chancenlos mit 0:4. Auch die zweite Runde gegen die SG Blau-Weiß Stadtilm ging mit 1:3 verloren. Zum Abschluss des ersten Spieltages siegten die „Römer“ jedoch mit 3:1 gegen die SchVgg Blankenese 1923 und setzten damit das erste Ausrufezeichen.
Der zweite Spieltag begann für die „Römer“ furios mit einem glatten 4:0-Sieg gegen den SV Eintracht Tangerhütte. Mit dem nun ausgeglichenen Punktekonto von 4:4 bekamen die jungen „Römer“ in der fünften Runde das starke Nachwuchs-Team des MSA Zugzwang 82 aus München zugelost, dessen erste Mannschaft aktuell in der zweiten Schach-Bundesliga spielt. In diesem Schlüsselspiel hielten die „Römer“ ausgezeichnet mit und unterlagen am Ende unglücklich und knapp mit 1,5:2,5. Zum Abschluss des zweiten Spieltages erspielten sie gegen die SF Tegernheim ein 2:2. Die siebte und letzte Runde begann am 29. Dezember um 9:00 Uhr. Die Spvgg bekam das U10-Team des Düsseldorfer SK 14/25 zugelost, einen vom Papier her schlagbaren Gegner, der bis dahin noch keinen Mannschaftssieg erringen konnte. Die „Römer“ gingen durch einen schön herausgespielten Sieg von Felix Wüstenberg früh in Führung, gerieten aber ansonsten schon in der Eröffnung in Nachteil. So ging leider eine Partie nach der anderen verloren. Am Ende stand eine 1:3-Niederlage zu Buche.
So beendete die U10-Mannschaft der Spvgg Rommelshausen die Deutsche Meisterschaft mit 5:9 Mannschafts- und 12,5:15,5 Brettpunkten auf dem 34. Platz. Das beste Resultat der Württemberger Mannschaften gelang dem SC Stetten auf den Fildern. Das Team belegte mit 9:5 Punkten den zwölften Platz, gefolgt vom SV Stuttgart-Wolfbusch, ebenfalls mit 9:5 Punkten. Die Schach-Kids Bernhausen landeten mit 7:7 Punkten auf dem 21. Platz. Deutscher Vereinsmeister U10 wurden die SF Heidelberg mit 12:2 Mannschaftspunkten vor dem SV Oberursel und dem Hamburger SK 1830, jeweils mit 11:3 Zählern. Die „Römer“ spielen mit Yashasri Sriram an Brett eins, gefolgt von Yuvaan Naveen, Jan Wüstenberg und Felix Wüstenberg. Deren Vater Sascha Wüstenberg betreute auch das Team vor Ort. Jugendleiter Daniel Hoefer nahm die DVM zum Anlass, einen Kurzurlaub in Düsseldorf zu buchen und das „Römer“ Team in der Jugendherberge zu besuchen. Die Partien wurden alle live auf der Internet-Plattform LiChess übertragen. Ein Besuch im Turniersaal war während der Partien nicht gestattet. Die Deutsche Schachjugend um Turnierleiter Harald Koppen organisierte das Turnier einwandfrei. Lediglich bei der Siegerehrung hätte man sich mehr Platz und eine bessere Verständlichkeit gewünscht. Für die jungen Spvgg-Denksportler war es ein tolles Gemeinschafts-Erlebnis und sie freuen sich bereits auf die Württembergischen U12-Vereinsmannschaftsmeisterschaften am 15. März 2025.
Abschlusstabelle und Endergebnisse hier.
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Die U10-Mannschaft der Spvgg Rommelshausen in extra für das Turnier gestylten „Chess Ninja“ Trikots: von links nach rechts Felix Wüstenberg, Jan Wüstenberg, Yashasri Sriram, Yuvaan Naveen.
Bildrechte: Sascha Wüstenberg |
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Blick in den Turniersaal: Alle Bretter waren mit Sensoren zur Liveübertragung ausgerüstet. Der Turniersaal durfte während der laufenden Partien nicht betreten werden.
Bildrechte: Daniel Hoefer |
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Yashasri Sriram hatte es am Spitzenbrett mit starken Gegnern zu tun. Sie hielt gut mit und hatte mehrmals die Chance, weitere enge Partien für sich zu entscheiden.
Bildrechte: Sriram Vasu |
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